Fremdsprachenwettbewerb 2012

 Sprache – Heimat der Kulturen


 Der Bundeswettbewerb Fremdsprachen 2012

 „Das Menschlichste, was wir haben, ist doch die Sprache, und wir haben sie, um zu sprechen.“, sagte einst Theodor Fontane, der deutsch, französisch, englisch, dänisch und italienisch sprach. Er, der schon vor über 100 Jahren lebte, erkannte sehr wohl, wie wichtig es ist, möglichst viele Sprachen zu erlernen und dies ist bis in unsere Zeit immer bedeutender geworden. Um besondere Sprachtalente oder Schüler, die Spaß an Sprachen haben, zu fördern, besteht jährlich die Möglichkeit am Bundeswettbewerb Fremdsprachen, kurz BWF, teilzunehmen.
 
 
 
In diesem Jahr beschloss ich, mich ebenso am Bundeswettbewerb Fremdsprachen zu beteiligen. Dieser wird seit dem Jahre 1979 veranstaltet und das Ministerium für Bildung und Forschung, sowie der Schirmherr der Initiative „Bildung und Begabung“, der Bundespräsident, sponsern die Aktion.
An allen Schulen, auch am HGT, besteht natürlich die Möglichkeit am BWF teilzunehmen. Dabei kann man alleine mit einer oder zwei Sprachen oder als Gruppe mitmachen. Zusätzlich gibt es den Ostasienwettbewerb, der sich auf Japanisch und Chinesisch beruft, den Kreativwettbewerb, bei dem man eine packende, aber auch stilistisch mitreißende Kurzgeschichte schreiben muss, und den Wettbewerb „Team Beruf“. Dieser fördert vor allem die englische Sprache, die in der heutigen Berufswelt zum Standard geworden ist. Ich selbst habe am Einzelwettbewerb 1, d.h. alleine mit einer Fremdsprache, und zwar französisch, teilgenommen.
Das Thema 2012 hieß „Les jeunes et les médias“, wozu man sich auf der offiziellen Homepage vorbereiten konnte. Als erstes musste man auf eine CD einen vorgegebenen Vorlesetext und danach eine freie Äußerung zum besagten Thema sprechen. Es folgte der Wettbewerbstag, der am 19. Januar 2012 in den CDI-Räumen am HGT, stattfand. Nachdem man seine Audio-CD abgegeben hatte, musste man in einer bestimmten Zeit die einzelnen Bögen zum Hörverstehen, zur Wortergänzung, zum freien Schreiben und zum Sachwissen bearbeiten. Danach blieb uns nichts anderes übrig, als auf die Ergebnisse zu warten.
Anfang Mai kam dann die Nachricht, dass ich beim BWF unter den ersten drei Plätzen gelandet bin. Somit näherte sich der Tag der Preisverleihung, die am 23. Mai 2012 im großen Sitzungssaal des Kurfürstlichen Palais stattfand. Als sich die Gewinner des HGT im Foyer zusammenfanden, waren einige dabei, die gemeinsam mit mir die Prüfungen im CDI ablegten, und eine Gruppe der Klasse 8d mit ihrer Betreuerin Frau Natus, die uns auf dem Weg zur Preisverleihung begleitete. Im prächtigen Rokoko-Treppenhaus der ehemaligen Residenz der Trierer Erzbischöfe und Kurfürsten waren die Prüfungsaufgaben der einzelnen Sprachen ausgestellt und man konnte sich über die Anforderungen der anderen Ausdrucksweisen informieren. Nachdem wir unsere Plätze im vollen Sitzungssaal eingenommen hatten, begann die Jazzband des Peter-Wust-Gymnasiums aus Wittlich mit ihrer musikalischen Umrahmung. Es folgten zahlreiche Reden von der regionalen BWF-Beauftragten Eva Schmitt, von der ADD-Referentin Ursula Biehl und von Dr. Thomas Lentes, der die Sparkasse Trier vertrat. Endlich rückte die eigentliche Preisverleihung näher. Die Schüler, die einen dritten Platz belegten, unter anderem auch ich, wurden nach vorne gerufen und bekamen zwei Urkunden, einen Scheck und ein kleines Buch, natürlich in der Fremdsprache, überreicht. Hiernach folgten die zweiten und ersten Sieger. Anschließend gaben zwei Schulklassen, die am Gruppenwettbewerb teilnahmen, ihre Stücke zum Besten, in denen sie die Sprache in der Geschichte und die Sprache zwischen einzelnen Ländern darstellten. Bei der Übergabe der Preise gewann die Gruppe unter Frau Natus für ihre Arbeit den ersten Preis.
 
 
Somit endete für das HGT dieses Wettbewerbsjahr sehr erfolgreich mit einer Gruppe auf Platz 1 und mit zwei Schülerinnen und einem Schüler auf Platz 3. Diese Resultate sprechen für sich, dass das Interesse an Sprachen und auch das sprachliche Talent unter den Schülern vorhanden ist. Mit dieser Freude am Sprechen und demzufolge auch an anderen Ländern und Kulturen können wir bzw. kann auch ganz Deutschland mit Zuversicht in die Zukunft blicken, denn wie ein tschechisches Sprichwort sagt: „Solange eine Sprache lebendig ist, ist keine Nation tot.“
 
von Manuel Beh, 9c
 
 
 
Quellen:
          http://ein.anderes-wort.de
          ® 08.06.12; 10:00-12:00 Uhr
 
          „Zitate und Sprichwörter von A-Z“ Bertelsmann-Verlag